Wanderungen in Reit im Winkl

Abwechslungsreiche Routen im Chiemgau

Wandern in Reit im Winkl

Wandern in Reit im Winkl

Rund um die Gemeinde Reit im Winkl, in der bayrischen Region Chiemgau gelegen, bietet sich Wander-Begeisterten ein Netz an abwechslungsreichen Wanderwegen.
Durch seine geographische Lage, eignet sich Reit im Winkl hervorragend als Startpunkt für Outdoor-Streifzüge durch die Naturkulisse der Chiemgauer Alpen und die angrenzenden Massive des Kaisergebirges.

Neben zahlreichen Wanderwegen bietet sich Wanderern die Möglichkeit, auf der so genannten „Nordic Walking High Area“ nahe der Winklmoos-Alm zu trainieren.
Hierbei handelt es ich um eine ausgeschilderte Nordic Walking Strecke mit einer Länge von 5,6 Kilometern, die sich gut dafür eignet, den Körper an Outdoor-Aktivitäten in höheren Regionen zu gewöhnen.

Outdoor-Test stellt euch drei Wanderungen vor und informiert über weitere Wander-Highlights der Region Reit im Winkl.

Leichte Wanderung zur Muckklause

Karte: Wanderung zur Muckklause

Karte: Wanderung zur Muckklause

Routenprofil: Wanderung zur Muckklause

Routenprofil: Wanderung zur Muckklause

Gehzeiten: Winklmoosalm – Muckklause 30 Min. – Möserer Stube 30 Min. – Winklmoosalm 30 Min.
Einkehr: Gaststätten auf der Winklmoosalm
Sehenswert: Muckklause, Hochmoore
Wegmarkierung: Nr. 11, 123, österr. Nr. 15, 16, 8.
Bei dieser Route mit einer Gehzeit von 1,5 Stunden können Wanderer zur „Muckklause“ südlich von Winklmoos aufbrechen – einer ehemaligen Talsperre, die im Jahr 1976 zu einem Kultur- und Technikdenkmal saniert wurde.
Die Wanderung beginnt an der Bushaltestelle in Winklmoos, von wo Wanderer zunächst auf einem breiten Weg für rund 2 Kilometer und ohne große Höhenunterschiede in südlicher Richtung laufen. In Höhe „Tanzanger“, kann die Abbiegung nach links außer Acht gelassen werden. Stattdessen führt der Wanderweg weiter gerade aus, bis der Wegweiser „Muckklause“ erreicht wird. Hier folgen Wanderer dem Pfad zunächst nach links und dann nach rechts bis zum Talrand des Unkenbaches und vor die Staumauer. Hier schließt sich ein Steig an, auf dem man bequem entlang der Mauer hinabsteigen und die Bachschlucht passieren kann. Über eine Brücke gelangen die Wanderer wieder zum breiten Wanderweg zurück und biegen nach rechts ab.
Im weiteren Verlauf der Wanderung geht es zunächst an der Holzknechthütte „Mösererstuben“ vorbei und im Anschluss über den „Landweg“ in westlicher Richtung vorbei an Hochmooren zurück nach Winklmoos. Kurz nachdem die Landesgrenze überschritten wurde kreuzt die Straße den Unkenbach am Wasserstaubecken der ehemaligen Winklmoosklause.

Mittelschwere Bergtour auf das Fellhorn (1766 m)

Karte: Bergtour auf das Fellhor

Karte: Bergtour auf das Fellhor

Profil: Bergtour auf das Fellhor

Profil: Bergtour auf das Fellhor

Gehzeiten: Hindenburghütte – Straubinger Haus 90 Min. – Fellhorn 45 Min. – Straubinger Haus 30 Min. – Hindenburghütte 75 Min.
Anforderung: Mittelschwere Bergwanderung, teilweise schmale Wege.
Höhenunterschied: 570 Höhenmeter
Einkehr: Hindenburghütte, Sulznerkaser, Straubinger Haus
Sehenswert: Anna-Kapelle, Klaubsteinmauern, Kapelle auf der Eggenalm
Wegmarkierung: Nr. 15, 152, 151, 153.
Bei dieser mittelschweren Wanderung zum Fellhorn handelt es sich um einen echten Touren-Klassiker, den man in vier bis fünf Stunden Wanderzeit von Reit im Winkl aus absolvieren kann. Um Zeit und Kraft für die höher gelegenen, äußerst lohnenswerten, Abschnitte der Route zu sparen, ist es empfehlenswert, zunächst bis zur Hindenburghütte zu fahren und erst dort die eigentliche Wanderung zu beginnen.
Startpunkt der Wanderung ist also die Hindenburghütte, von der es zunächst ein Stück bergauf über die Hochfläche der Hemmersuppenalm geht. Danach haben Wanderer die Wahl, ihre Route auf zwei verschiedenen Strecken fortzusetzen: Entweder man geht am Sulzner-Kaser nach rechts (Weg 152) durch ein Hochmoor und dann einen Bergsteig hinauf, oder man folgt der Route ein Stück weiter geradeaus (Weg 15), über die Anna-Kapelle und die Obere Hemmersuppenalm, indem man erst am Benzmüller-Kaser unten rechts abbiegt. Beide Wege treffen an der Grenze nach Tirol wieder zusammen.
Im Fortgang der Wanderung wird der Wald immer lichter und geht nach einiger Zeit in eine Landschaft über, in der Enziane und Alpenrosen blühen. In Höhe der Kapelle auf der Eggenalm wird die Wanderung nach links auf einem schmalem Weg bis zum Gipfel fortgesetzt. Auf 1766 Metern Höhe eröffnet sich Wanderern ein fantastisches Panorama über das Kaisergebirge, die Loferer Steinberge, die Kitzbühler und Berchtesgadener Alpen und die Hohen Tauern.
Um zum Ausgangspunkt zurück zu gelangen, steigen Wanderer zunächst auf der Route des Hinwegs bis zum Straubinger Haus auf der Eggenalm ab. Danach besteht die Möglichkeit, zwischen drei verschiedenen Abstiegsrouten zu wählen und (1) auf dem Hinweg wieder zurück zum Ausgangspunkt zu wandern, (2) über die Weißensteinalm ins Tal zu gehen (Tour 20), oder (3) auf dem breiten Waldweg (Weg 153) bis zur Hindenburghütte zu wandern und von dort aus, an der Sprungschanze vorbei, ins Tal zurück zu kehren. Optional können sich müde Wanderer von der Hindenburghütte auch per Kleinbus ins Tal fahren lassen.

Anspruchsvolle Tagestour zum Taubensee

Karte: Tagestour zum Taubensee

Karte: Tagestour zum Taubensee

Profil: Tagestour zum Taubensee

Profil: Tagestour zum Taubensee

Gehzeiten: Tourist-Info – Glapfalm 60 Min. – Hutzenalm 30 Min. – Stoibenmöseralm 60 Min. – Taubensee 40 Min – Ochsenalm 45 Min. – Hutzenalm 45 Min. – Birnbach 20 Min. – Tourist-Info 30 Min.
Anforderung: Bergwanderung mit teilweise schmalen und abschüssigen Wegen. Variante Wasserfallsteig: steil, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
Höhenunterschied: 580 Höhenmeter, höchster Punkt: Sauermöseralm 1281 m
Einkehr: Stoibenmöseralm, Taubenseehütte, Hutzenalm, Stoaner, Glapfhof.
Sehenswert: Eckkapelle, Chiemseeschau, Taubensee, Glocknerschau.
Wegmarkierung: Nr. 3, 9(Oberwössen), 21 und 21a (Kössen).
Diese anspruchsvolle Wanderung führt Urlauber mit einer Gesamtwanderzeit von gut 5,5 Stunden hinauf zum Taubensee, der aufgrund seiner idyllischen Berglage in einer Einbruchmulde der Rauhen Nadel (1138 Meter) auch das „Auge des Chiemgaus“ genannt wird.
Von Reit im Winkl beginnt die Tour zunächst mit einer Wanderung zur Glapfalm, wahlweise über die Eckkapelle oder den Wasserfallsteig. Danach wandert man auf der Forststraße weiter und lässt während des Weges erst einen Weiher und dann eine alte Holzknechthütte (Liebbergstüberl) hinter sich, bevor man nach einiger Zeit durch Weideflächen zur Hutzenalm gehen kann. Alternativ besteht die Möglichkeit, mit dem PKW über Birnbach bis zum Bacher (kleiner Parkplatz) zu fahren und von dort aus auf dem geteerten Almweg hinauf zur Hutzenalm zu wandern (Aufstieg: 40 Min.).
Von der Hutzenalm steigt der ausgeschilderte Weg immer weiter an und verläuft größtenteils auf steilen Almwegen. Wanderer werden jedoch mit einem beeindruckenden Ausblick über Achental und Chiemsee für ihre Anstrengungen entschädigt. Danach führt der Weg über Weideland zum Kaser der Stoibenmöseralm, wo man sich mit einer Brotzeit stärken kann. Nach der Rast wandert man erst weiter zur Sauermöseralm (1281 m) und beginnt dort den Abstieg zum Taubensee. Allerdings ist der Weg rechts an der Hütte vorbei nur bei trockenem Wetter zu empfehlen, da nach Regen große Rutschgefahr besteht.
Auf dem Rückweg verläuft die Route durch eine Geländespalte bis zur Tiroler Taubenseehütte. Nach einer sehr steilen Passage biegt man an der Hirzinghütte nach links ab und setzt den Abstieg durch einen Graben fort. Im Anschluss führt der Weg weiter nach links und steigt zwischen der Ochsenalm und Embacheralm leicht an. Folgt man dem Weg weiter bergauf, stößt man auf den Weg, der rechts zur Hutzenalm führt. Rückweg über Birnbach (wie Touren 10 und 7).

Kostenlose geführte Wanderungen

Urlauber in Reit im Winkl, können die Outdoor-Region der Chiemgauer Alpen auch unter der Leitung eines geschulten Wanderführers entdecken: Die Wanderungen werden in der Zeit von Mai bis Oktober an bis zu acht Terminen in der Woche angeboten und sind für Inhaber einer Gästekarte gratis.

Beispielsweise besteht die Möglichkeit, sich auf einer Begrüßungs- und Informationstour die Hauptattraktionen von Reit im Winkl zeigen zu lassen oder die Outdoor-Region Reit im Winkl bei einer gemütlichen Familienwanderung zu erkunden, auf der es für die Kleinen eine Menge zu entdecken gibt. Wanderern, die hoch hinaus wollen, ist die geführte Bergtour zu empfehlen, die zu den schönsten Gipfeln und Aussichtspunkten führt. Urlauber, die hingegen Nordic Walking ausprobieren möchten, sind bei diesem Schnupper-Kurs richtig. Nordic Walking Stöcke können kostenlos ausgeliehen werden.

Darüber hinaus können sich Wanderer bei einer Wildkräuterwanderung von einer Kräuterpädagogin in die Bestimmung und Verwendung von regionalen Pflanzen einweihen lassen, oder bei einer Kulturwanderung zum Thema „Grenzgänger“ mehr über die Historie zwischen Bayern und Tirol erfahren. Aber auch Bergerlebnisse abseits der markierten Touren, spezielle Wanderungen für Frauen und Fotokurswanderungen stehen auf dem Programm. Alle Wanderungen finden ab einer Mindestteilnahmerzahl von drei Personen statt.

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