Themenspecial Outdoor und Nachhaltigkeit: Montafon

Interview mit Arno
Arno  Fricke, Montafon

Arno Fricke, Montafon

, Montafon Tourimus GmbH

„Spielerisch erlernte Bewusstseinsbildung gegenüber der natürlichen Infrastruktur wird im Montafon sehr groß geschrieben.“

Outdoor-Test: Ist durch den anhaltenden Outdoor-Boom auch ein Anstieg der Outdoor-Sportler/Touristen verbunden? Sind mehr Menschen in der Natur unterwegs? Können Sie dies mit Zahlen belegen?
Arno Fricke: Nein, wir können nicht in Zahlen belegen ob mehr oder weniger Personen in der freien Natur unterwegs sind.

Outdoor-Test: Ist diese Entwicklung aus Ihrer Sicht problematisch? (z.B. in Bezug auf Ruhezonen der Wildtiere, Müll, etc.)
Arno Fricke: Ja und Nein! Aus touristischer Sicht freut es uns, wenn immer mehr Menschen auf den Geschmack kommen und sich in der freien Natur bewegen. Vor allem, da das Montafon sehr reich gesegnet ist mit natürlicher Infrastruktur. Wir sind jedoch strikt dagegen, wenn sich Sportler abseits von markierten Wegen bewegen bzw. Müll in der freien Natur hinterlassen. Dem kann jedoch entgegen gewirkt werden.

Outdoor-Test: Alle Studien prognostizieren einen weiteren Boom der Outdoor Sportarten. Welche Möglichkeiten/Konzepte sehen Sie, diese Entwicklung in eine unproblematische Richtung zu lenken?
Arno Fricke: Indem auch geführte Wanderungen, Bike-Touren usw. angeboten werden. Dabei kann vom Guide darauf aufmerksam gemacht werden was beachtet werden soll und wie wichtig die Erhaltung des natürlichen Lebensraums für Natur und Tier ist. Vor allem. bei Kindern wird dadurch eine Naturverbundenheit gefördert und ein Grundstein für die Zukunft gelegt. Spielerisch erlernte Bewusstseinsbildung gegenüber der natürlichen Infrastruktur wird im Montafon sehr groß geschrieben (Bsp. Silbertaler Waldschule, Golmi’s Forschungspfad, Wander- und Lehrpfad von Schmuggi-Luggi in Gargellen).

Outdoor-Test: Welches ist die aus Ihrer Sicht „problematischste“ Outdoor-Aktivität und weshalb?
Arno Fricke: Was Sie als „problematisch“ bezeichnen ist aus unserer Sicht nicht von einer bestimmten Outdoor-Aktivität abhängig. Schwarze Schafe gibt es überall und in jedem Bereich. Wichtig ist, wie bereits oben erwähnt, durch Information und bewusstem Aufzeigen von Möglichkeiten, Prävention zu betreiben. Das Verständnis für die Natur und deren Lebewesen soll eine Selbstverständlichkeit bei der Bewegung im Freien sein.

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