StatusCHECK Nachhaltigkeit: European Outdoor Group

Interview mit Mark Held, EOG

Interview mit Mark Held, EOG

Es wird zunehmend schwieriger, soziale Herausforderungen und Nachhaltigkeitsfragen getrennt zu betrachten.

Interview mit Mark Held, EOG
Übersetzt von Outdoor-Test

Outdoor-Test: Was waren aus Ihrer Sicht in den letzten 12 Monaten in Bezug auf Nachhaltigkeit wichtige Schritte in der gesamten Outdoorbranche? Was ist versäumt worden?

Mark Held: Die letzten zwölf Monate waren eine ziemlich hektische Zeit für die Outdoor-Branchebezogen auf das Thema Nachhaltigkeit. Unsere ursprüngliche Partnerschaft mit der US Outdoor Industries Association wurde mehr oder weniger abgelöst durch die Entstehung der SustainableApparelCoalition (http://www.apparelcoalition.org),die die Arbeit der Outdoor-Branche aufgegriffen und unter Einbindung einer der weltgrößten Bekleidungsunternehmen auf einen größerenMaßstab hochskaliert hat. Wir für unseren Teil sind aber immer noch stark involviert und sowohl die European Outdoor Group (EOG) als auch dieOutdoor Industries Association (OIA) sind Mitglieder und wohnen den Meetings bei. Der hauptsächliche Unterschied liegt aber in dem größeren Maßstab, der es ermöglicht, die Entwicklung eines Index in Angriff zu nehmen, den Firmen verwenden können, um ihre Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit messen zu können. Das ist ein Riesenschritt. Zusätzlich dazu haben wir uns den Herausforderungen gestellt, die Greenpeace ins Spiel gebracht hat, nämlich der Umgang mit giftigen Emissionen und die damit verbundenen Aufgaben für alle Textilunternehmen. Die Verantwortung für jede Station innerhalb der Zulieferkette zu übernehmen ist eine berechtigte Forderung und wir arbeiten daran, dies zu erreichen. Das alles bedeutet Veränderungen in der Art und Weise, wie die Unternehmen arbeiten und braucht daher etwas Zeit, aber ich bin zuversichtlich dass wir unser Ziel erreichen werden.

Outdoor-Test: Was wären sinnvolle nächste Schritte in der Outdoorbranche

Mark Held: Ich glaube, dass die Kernaufgabe für die meisten Outdoor-Unternehmen (und bedenken Sie, dass die meisten davon eher kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind) darin besteht, dass sie erfahrener darin werden müssen, wie sie Nachhaltigkeit in ihre strategische Planung integrieren. Im Jahr 2012 sind die Herausforderungen, die sich bei Nachhaltigkeit und Corporate SocialResponsibilityauftun, nicht länger Randprobleme, mit denen sich eine einzelne Abteilung herumschlagen muss sondern gehören zu den wesentlichen Bestandteilen jedes langfristig erfolgreichen Unternehmens.

Outdoor-Test: Was planen Sie als Organisation in diesem Bereich?

Mark Held: Als Organisation arbeiten wir im Rahmen unserer Mitgliedschaft in der Sustainability Working Group sehr aktiv daran, Nachhaltigkeit in der Branche zu fördern, zu entwickeln und Aufklärungsarbeit zu leisten. Nach außen hin engagieren wir uns ebenfalls sehr aktiv bei der US OIA, der SustainableApparelCoalition, der ZDHC und der Federationof European SportingGoodsIndustries in Brüssel (FESI). Im Rahmen unseres fortlaufenden Programms arbeiten wir beständig an einergemeinsamen Betrachtung von sozialen Herausforderungen und Nachhaltigkeitsfragen da es zunehmend schwieriger wird, diese beiden Bereiche zu trennen.

Weiterführende Artikel: