Test: Kodak Playfull HD

Partytaucher im Hosentaschenformat

Testergebnis Kodak Playfull HD

Testergebnis Kodak Playfull HD

Zugegebenermaßen ist die Kodak Playfull HD Kamera nicht unbedingt ein explizites Outdoorgerät. Dennoch weist die kleine HD-Kamera von Kodak einige Features auf, die es sich näher zu betrachten lohnt und an denen auch echte Outdoorer ihre wahre Freude haben können. Outdoor.de hat die Kodak Playfull HD ausgiebig getestet. Testergebnis: 3/5 Sternen – kleine, wasserfeste Partykamera mit Socializer-Eigenschaften.

Lieferumfang

Entnimmt man die Kodak Fullplay HD ihrer Verpackung ist man zunächst etwas überrascht. Vergeblich sucht man ein Ladekabel, einen Akku und sonstiges Zubehör. Einziges Zubehörteil ist die beiliegende Handschlaufe. Das liegt daran, dass der Akku direkt in das Gerät integriert ist, ebenso wie das USB-Lade- und Verbindungskabel, das zugleich zum Aufladen und für die Datenübertragung an den Computer verwendet wird. Ein geladener Akku vorausgesetzt ist das Gerät dank integriertem, 18MB kleinem Speicher auch schon startklar.

Der erste Eindruck

Die Kodak Playfull HD überrascht zunächst einmal durch ihre Größe. 55,0 mm × 93,3 mm × 12,0 mm misst das Gerät – unter einer voll funktionstüchtigen Kamera würde man sich eigentlich etwas Größeres vorstellen. Insgesamt erinnert das Design an einen frühen, etwas gedrungener ausgeführten iPod – inklusive abgerundeter Taste in der Mitte sowie wenigen, um die Mitte herum angeordneten Bedienelementen. Insgesamt entsteht der Eindruck eines aufs Wesentliche beschränkten Geräts, das eine intuitive Bedienung verspricht.
Ein besonderer Stoßschutz ist am Gerät nicht erkennbar. Der Hersteller verspricht eine Stoßfestigkeit bis zu 1,5 Meter. Zudem ist die Kamera IP68 zertifiziert, ist also staub- und wasserdicht und kann mindestens 2 Stunden lang unbeschadet in 3 Meter Wassertiefe ausharren. Damit sollte auch die nächste Poolparty kein Problem sein.
Leider steht bereits kurz nach Entfernen den Schutzfolie fest, dass das hochglänzende, schwarze Gehäuse des Testgeräts ein eindrucksvoller Fingerabdruck-Sammler ist.

Intuitiver Minimalismus

Minimalismus: Die Bedienelemente der Kodak Playfull HD Kamera." alt="Minimalismus: Die Bedienelemente der Kodak Playfull HD Kamera.

Minimalismus: Die Bedienelemente der Kodak Playfull HD Kamera." alt="Minimalismus: Die Bedienelemente der Kodak Playfull HD Kamera.

Die Bedienelemente der Kodak Playfull HD sind auf ein Minimum beschränkt. Es gibt nur den Ein-/Ausschalter, eine Auswahltaste, die zwischen Video- und Fotoaufnahme hin und her wechselt, eine Weidergabetaste, eine Löschtaste und eine Menütaste.
Das Display mit einer Diagonale von 1,5 Zoll nimmt circa zwei Drittel der Gerätefront ein. Die Displayhelligkeit lässt sich variabel einstellen, so dass auch bei Sonnenschein das Ablesen gut möglich ist. Leider stört ein wenig das hochglänzende Gehäuse. Fotos und Videos sind leicht geschossen: Gerät einschalten, Motiv auswählen, abdrücken, fertig. Wobei es in der Videofunktion allerdings ein wenig schwerfällt, die Kamera beim Zoomen mit dem Daumen ruhig zu halten. Die Folge sind leicht wackelige Videos – jedoch in HD-Qualität!
Die Kodak Playfull verfügt über ein lichtstarkes Objektiv, welches Aufnahmen – bei ruhiger Hand – auch in der Dämmerung ermöglicht. Über einen Blitz verfügt das Gerät nicht. Die Bildqualität der Kodak ist für ein Hosentaschengerät in Ordnung, Starfotografen werden sind mit einer “richtigen” Kamera auf jeden Fall besser beraten.
Die Kodak Playfull verfügt über eine eingeschränkte Menüauswahl, über die Filter verwendet werden können. So sind Bilder in normalen Farben, Sepia, Schwarzweiß, hoher Sättigung und 70-Jahre-Film möglich. Zudem kann eine Unterwasserkorrektur zugeschaltet werden, die Unterwasseraufnahmen mehr Natürlichkeit verleihen soll.

Wo ist der Anschluss?

Alles drin: Der USB-Anschluss ist direkt in das Gerät integriert

Alles drin: Der USB-Anschluss ist direkt in das Gerät integriert

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet das Auffinden des integrierten USB-Anschlusses. Der USB-Stecker ist direkt in das Gerät integriert und verbirgt sich unter einer Klappe an der Unterseite der Kodak Playfull-Kamera. Das Öffnen dieser Klappe erweist sich jedoch als ein wenig umständlich: Ein Schiebemechanismus muss betätigt werden und zeitgleich wird die gesamte Klappe beiseite geschoben bevor der Blick auf das Innere sowie den USB-Anschluss freigegeben wird. Der integrierte USB-Stecker ist zwar praktisch, da kein lästiges Kabel mitgeführt werden muss, die Verbindung mit dem Computer erweist sich jedoch wegen des sehr kurz gehaltenen Kabels als ein wenig zeitaufwändig.
Seitlich, neben dem SD-Kartenslot findet sich ein Mini-HDMI-Anschluss, der ebenfalls zur Bildübertragung – allerdings mit separat benötigtem Kabel – genutzt werden kann.

Schnell fotografiert, noch schneller gepostet?

Die Software zur Einrichtung der Share-Funktion.

Die Software zur Einrichtung der Share-Funktion.

Schließt man die Kodak Playfull HD am Computer an, soll das Posten der gemachten Bilder und Videos ein Kinderspiel sein.Dieses Versprechen interessierte unsere Testredaktion. Beim ersten Anschließen an einen Computer (PC; laut Hersteller auch mit Apple-Geräten kompatibel) wird die Kodak App installiert. Die Installation startet automatisch und dauert nur weinige Minuten. Die Installation der Software erfordert eine aktive Internetverbindung. Über ein leicht zu bedienendes Interface wird der Nutzer durch die Einrichtung der share-Funktion geführt. Es können diverse soziale Netzwerke, Email-Empfänger und Twitter ausgewählt werden. Natürlich lassen sich ganz nach Belieben weitere Netzwerke hinzufügen. Zu allen Kanälen sind die Zugangsdaten speicherbar. Ein kritischer Punkt, bei dem sicherheitssensible Nutzer lieber auf die share-Funktion verzichten werden, zumal der Zugriff auf die eigenen Daten und Profile in den verschiedenen Netzwerken gewährt werden muss. Nach Installation der App wird die Bildbearbeitungssoftware Arcsoft installiert, mit der die gemachten Bilder bearbeitet werden können. Zugleich kann über sie der Upload gesteuert werden. Die Software startet automatisch bei jedem Verbinden der Kodak Playfull mit dem Computer. Nachdem die Software gestartet ist, ist die share-Funktion tatsächlich sehr einfach – wenn man auch Gefahr läuft, wahllos alle Bilder online zu stellen. Doch das hat schließlich jeder Nutzer selbst in der Hand.

Fazit

Die Kodak Playfull HD ist sicher keine Outdoor-Kamera und adressiert ein anderes Marktsegment. Jedoch weckt die Kamera nicht zuletzt dank ihrer leichten Bedienbarkeit den Spieltrieb und kann deshalb auch draußen punkten. Die geringe Größe sorgt dafür, dass man die Kamera ständig bei sich tragen kann, wenn darunter auch sicher das Hochglanzgehäuse leiden wird. Das vollintegrierte Zubehör sorgt dafür, dass immer und überall die gemachten Aufnahmen ihren Weg in die sozialen Netzwerke finden können – einen Computer mit Internetanschluss vorausgesetzt. Die herstellerseitig angegebene IP68 Zertifizierung sorgt zudem dafür, dass die Kamera auch Unterwasser oder bei einer Strandparty eine gute Figur macht.
Die einzige Frage, die sich stellt ist, ob die Kodak Playfull HD neben der zunehmenden Anzahl an Smartphones eine Daseinsberechtigung hat. Ein Smartphone auf dem aktuellen Stand der Technik bringt – abgesehen von der Wasserdichtigkeit und Stoßfestigkeit – sehr ähnliche Features mit, wie die Kodak Kamera und verfügt zudem über die Möglichkeit, Aufnahmen direkt im Netz zu posten – ganz ohne USB-Anschluss und Computer.

Die Kodak Fullplay HD Kamera ist zum reduzierten UVP von 99,99 in den Farben schwarz oder weiß erhältlich. Weitere Informationen finden sich direkt beim Hersteller Kodak

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