Kitesurfen in Mui Ne

Wassersport und Party an einem der längsten Strände Vietnams

Das vietnamesische Dorf Mui Ne bietet hervorragende Bedingungen zum Kitesurfen.   Bild: © Brigitte Bonder

Das vietnamesische Dorf Mui Ne bietet hervorragende Bedingungen zum Kitesurfen. Bild: © Brigitte Bonder

(Gastartikel von Brigitte Bonder) Wer zum Kitesurfen nach Südostasien fliegt, quartiert sich in Mui Ne ein. Das kleine, vietnamesische Fischerdorf liegt etwa 200 Kilometer nordöstlich der Metropole Ho-Chi-Minh Stadt und ist der angesagte Surfspot des Landes. Westlich des ursprünglichen, kleinen Fischerhafens erstreckt sich eine etwa 10 Kilometer lange Bucht mit strahlend weißem Sandstrand. Es regnet selten und die starken Winde bieten beste Bedingungen für den beliebten Wassersport.

Kitesurfer dominieren am Strand von Mui Ne das Bild. Schon am frühen Morgen stehen die bunten Schirme am Himmel und ziehen die Wassersportler durch die Wellen. Am westlichen Ende der Bucht – mittlerweile Kite Beach genannt – haben sich Surfschulen, Shops und jede Menge Cafés und Kneipen angesiedelt. Es ist eine Welt für sich. Hier gibt es sie noch. Die braungebrannten Surflehrer mit langen, blonden Haaren. Geduldig stehen sie am Strand und zeigen den Kursteilnehmern den Umgang mit dem Drachen. Die ersten Stunden steht das Lenken des Kites auf festem Boden auf dem Programm. Erst wenn der Schirm sicher gehalten werden kann und erste Trockenübungen auf dem Surfbord absolviert sind, geht es richtig los.

Jedes Jahr im Frühjahr findet der Kitesurf-Wettbewerb King of Mui Ne statt.   Bild: © Brigitte Bonder

Jedes Jahr im Frühjahr findet der Kitesurf-Wettbewerb King of Mui Ne statt. Bild: © Brigitte Bonder

Vom zweistündigen Schnupperkurs bis zu mehrtägigen Surflehrgängen wird alles angeboten. Der Wassersport ist nicht günstig. Die Einstiegslektionen beginnen bei etwa 75 US Dollar, längere Lehrgänge kosten bis zum Zehnfachen. Trainiert wird in kleinen Gruppen, denn Kitesurfen ist nicht ungefährlich. Die Schirme sind sehr groß und bei den vorherrschenden Winden erreichen die Kitesurfer auf dem Wasser hohe Geschwindigkeiten. Für Amateure und Profis gibt es jedes Jahr im Frühjahr den Kitesurf-Wettbewerb King of Mui Ne. Erstmalig in 2011 beginnt auch die Welttournee der Professional Windsurfers Association (PWA) in Mui Ne. Das Grand-Slam-Turnier mit über 80 Teilnehmern bietet die Disziplinen Slalom und Freestyle, auch Deutsche stürzen sich hier in die Wellen.

Ungestört Sonnenbaden oder Schwimmen ist am Kite Beach nicht möglich. Jedoch gibt es abgetrennte Zonen innerhalb der Bucht, in denen Surfen untersagt ist und einem entspannten Tag am Meer nichts im Wege steht. Parallel zum langen Strand verläuft die Uferstraße mit unzähligen Restaurants, Shops und Kneipen. Eine gute Massage gibt es hier ebenso wie frisch gefangenen Fisch. Wer noch Sehenswürdigkeiten auf seiner Liste abhaken möchte: Eine Motorradtour zu den weißen und roten Dünen entlang der Küste ist frühmorgens oder zum Sonnenuntergang das Highlight der Region – besonders für Fotografen.

Weiterführende Informationen gibt es auf der deutschsprachigen Seite für Vietnamreisende: www.vietnamtravelinfo.de

Weiterführende Artikel: