Jack Wolfskin will ab 2015 PFOA-frei produzieren

Wolfskin hat angekündigt alle Produkte mit Wetterschutzausrüstung bis Ende 2014 PFOA-frei herzustellen

In einer heute erschienen Pressemitteilung hat der Idsteiner Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin angekündigt, bis Ende 2014 ausschließlich Wetterschutzprodukte anbieten zu wollen, die herstellungsbedingt PFOA-frei seien. Es ist zu vermuten, dass dies eine Reaktion auf den TV-Beitrag „Gifte in Outdoor-Bekleidung“ ist, der am 10. September 2012 in der Sendung WISO im ZDF ausgestrahlt worden ist.

 

Laut Wolfskin gehört PFOA (Perfluoroctansäure) zur Gruppe der Perfluorierten Tenside (PFT), wobei PFT der Oberbegriff für alle fluororganischen Verbindungen mit tensidischem Charakter sei. Die möglichen Verwendungszwecke seien vielfältig und reichten von der Teflonpfanne, Hydraulikflüssigkeiten, Reinigungsmittel bis hin zu textilen Ausrüstungen mit wasserabweisender Wirkung. Schon seit 2009 arbeitet Jack Wolfskin nach eigenen Angaben darauf hin, Produkte mit Wetterschutzausrüstung PFOA-frei anbieten zu können.

 

„Das Thema PFOA ist seit längerer Zeit in der Diskussion und ein schwieriges Thema für Hersteller von Funktionsbekleidung, da es bisher wenige leistungsfähige Ersatzmöglichkeiten gab und ein Verzicht darauf einer Umstellung der gesamten Textilherstellungskette bedarf“, sagt Christian Brandt, COO von Jack Wolfskin. „Wir haben uns aber früh zu diesem Schritt entschlossen, da vor allem die mangelnde biologische Abbaubarkeit von PFOA einen dauerhaften Einsatz verbietet.“

 

Nach Unternehmensangaben reguliert Wolfskin seit mehreren Jahren in einer firmenspezifischen Schadstoffliste Grenzwerte für Chemikalien, die meistens strenger als gesetzliche Regelungen oder Branchenstandards seien. Schon lange vor dem OEKO-TEX® Standard 100 habe Jack Wolfskin PFOA reguliert, wobei sich die Zielsetzung an der strengen Vorgabe des bluesign® Standards orientiere. Der Substitutionsprozess von PFOA soll im Jahr 2014 abgeschlossen sein.

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