Jack Wolfskin plant vorzeitigen PFOA-Verzicht

Statt 2015 soll die Umstellung der Produktionsprozesse bereits in diesem Jahr erfolgen

(24.01.2013) Der deutsche Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin strebt eine PFOA-freie Herstellung aller wasserabweisenden Ausrüstung für die zweite Jahreshälfte an. Dies geht aus der aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens hervor.
Hatte Jack Wolfskin Ende 2012 noch das Jahr 2015 anvisiert, um die in den Medien zahlreich thematisierte chemische Verbindung aus dem textilen Produktionsprozess zu verbannen, soll es nun deutlich schneller gehen.
„Wir haben große Anstrengungen unternommen, um unsere Stoffe mit dauerhaft wasserabweisender Ausrüstung früher als beabsichtigt frei von PFOA herzustellen“, so Christian Brandt, COO von Jack Wolfskin.
Zudem bestehe die aktuelle Frühjahrs-Sommer-Kollektion bereits aus 75% PFOA-freiem Material. „Unser nächstes Ziel ist es, komplett fluorcarbonfreie Alternativen anzubieten und langfristig komplett aus der Fluorchemie auszusteigen, auch wenn das eine aufwändige Umstellung der gesamten Textilherstellungskette erfordert.“, so Brandt weiter.
Bei PFOA handelt es sich um Chemikalien, die auf Grund ihrer wasser- und fettabweisenden Eigenschaften häufig für Outdoor-Ausrüstung verwendet werden. Jedoch sind diese laut Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e.V. (BSI) nicht bzw. kaum biologisch abbaubar und stellen bei der Produktentsorgung oder bei Waschvorgängen ein Risiko für Mensch und Umwelt dar.

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